Das vegetative Nervensystem

 

 

Das vegetative Nervensystem hat parasympathische und sympathische Anteile und arbeitet weitestgehend autonom, aus diesem Grund wird es auch das autonome Nervensystem genannt. Es regelt die Organfunktionen des Körpers und passt sie der jeweiligen Gebrauchssituation an. Um eine optimale Homöostase des Organismus zu gewährleisten.

Der Parasympathicus ist für die Erholung und Ruhe des Körpers zuständig. Er regelt vorwiegend die Verdauung und wirkt „trophotrop“. Somit nimmt er einen zentralen Stellenwert bei Heilungsvorgängen ein.

Indirekt bis direkt ist der Parasympathikus an der Heilung beteiligt. Um eine adäquate Heilung für den Körper zu gewährleisten benötigt der Körper Ruhe und ausreichende Nährstoffe.

Der Parasympathicus arbeitet an den prä- und postganglionären Fasern mit dem Neurotransmitter Acethylcholin (ACH).

Er wird in der Praxis sehr häufig bewusst oder unbewusst positiv beeinflusst, z.B. durch beruhigende und tonuslösende Massagen, Entspannungstherapien (z.B. nach Jakobsen), Autogenes-Training, Meditation usw..

Der Parasympathicus wird von denjenigen Fasern gebildet, die neben dem Sympathicus (daher Neben- oder Parasympathicus) die inneren Organe innervieren, aber nicht über den Grenzstrang verlaufen. Die parasympathischen Fasern bilden keine selbstständigen Nerven, sondern benutzen Hirn- und Rückenmarksnerven als Leitbahnen.

Die Zentren des Parasympathicus liegen im Hirnstamm und im Sakralmark (S2 – S4).

Aufgrund seiner „trophotropen“ Wirkung, bremst er die Arbeit und den Stoffwechselverbrauch aber sorgt im gleichen Moment für Aufnahme und Speicherung von Nährstoffen um damit potentieller Energie bereitzustellen.

Die Ganglien des Parasympathicus liegen meist in der Nähe oder direkt im Erfolgsorgan. Eine Ausnahme bildet der Nervus vagus.

 

Als Gegensatz ist der Symphaticus bei Alarmsituationen oder Belastung aktiv. Er regelt vorwiegend die Funktion des Herzmuskels und der Atmungsorgane. Seine Wirkungsweise ist vor allem „ergotrop“.

Der Sympathikus arbeitet an den präganglionären Fasern mit dem Neurotransmitter Acethylcolin und an den Postsynapsen mit Adrenalin oder Noradrenalin.

Beide Anteile des vegetativen Nervensystems beeinflussen sich gegenseitig, sie hemmen oder steigern Organfunktionen.

Bei einem intakten Nervensystem halten sich beide Anteile die Waage und gewährleisten ein kontrolliertes inneres Milieu.

Die sympathischen Systeme steuern die anabolen und katabolen Prozesse.

Es kommt zu einem ergotropen Tuning:

  1. Aktionsstimulierend
  2. Aktionsunterstützend
  3. Mit kurzer Ausdauer und katabolem Einfluss

Das parasympathische System aktiviert die anabolen Prozesse.

Es kommt zum trophotropen Tuning:

  1. Wachstums-, Erholungs- und Ruhestimulierend
  2. Energiebereitstellend und mit Anabolem Einfluss

Das parasympathische System hat darüber hinaus keinen Einfluss auf das Bewegungssystem.

Symphaticus

Parasyphaticus

Sitz des ersten Neurons

Thorakal- und Lumbalmark

Hirnstamm und Sakralmark

Verschaltung zum zweiten Neuron

eher kurz

eher lang

Transmitterstoffe

1. ACh und 2. Noradrenalin

1. ACh und 2. Ach

Verteilung

ganzer Organismus

Eingeweide von Kopf, Brust, Abdomen u. Becken

Lokalisation der Ganglien

paravertebrale Ganglienkette

Ganglien nahe am Erfolgsorgan

Entladungen

häufig Massenentladungen

selten Massenentladungen

Funktionsart

ergotrop

trophotrop

 

 
           

 

 

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