Segmentale Zuordnung des Sympathicus

 

 

Die präganglionären Fasern des Sympathicus liegen in den Seitenhörnern der Brustwirbelsäule. Da die Anzahl der zu versorgenden Muskelanteile in den Extremitäten höher ist als im Thorakalbereich, wird angenommen, dass aus diesem Grund die sympathischen Fasern aus Hals- und Lendenwirbelsäule in die Brustwirbelsäule verlagert wurden. Um den entstandenen Platzmangel durch die Anzahl der Muskelversorgenen Neuronen im Hals- und Lendenbereich auszugleichen. Die Innervation der jeweiligen Segmente geschieht wahrscheinlich über Longitudinale Systeme in der grauen Substanz im Hinterhorn.
So reizen afferente Reize z. B. aus dem Segment C6 das 2. Neuron des Sympathikus im Seitenhorn von dem Segment Th6. Dieses elektrische Signal wird über sympathische Fasern der Vorderwurzel und des Grenzstranges, welche sich den peripheren Nerven von dem Primärsegment C6 beifügen weitergeleitet. Bei einer unspezifischen Aktivierung (Arousel) des Nervensystems, ist die Selektivität herabgesetzt und die Reizschwelle der Neuronen sinkt. Dadurch kann sich die elektrische Aktivität besser nach medial ausbreiten und das thorakale Sekundärsegment wird mit in Mitleidenschaft gezogen. Es entstehen in erster Linie Veränderungen im Bereich des Ramus medialis des Ramus dorsalis, weil hier eine segmentale Überlappung sehr gering ist. Andererseits kann auch Th6 bei einer segmentalen Dysregulation zum Primärsegment werden und C6 mit in Mitleidenschaft ziehen.

Das 1. Thorakalsegment nimmt eine besondere Stellung ein. Auf dieser Ebene wird zusätzlich Platz für den Kopfteil benötigt. Daher liegt der Armteil nicht wie vermutet auf Th1 sonder auf Th9. Diese Beziehung wird bei einem Horner-Syndrom sehr deutlich.

 
           

 

 

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